Mode und Design – das ist der Traum vieler junger Mädchen und auch Jungen. Die einen möchten gerne Karriere auf dem Laufsteg machen, die anderen ihre eigene Kollektion entwerfen. Doch wie wird man eigentlich Modedesigner?

Vorweg sei schon einmal gesagt: Die Modebranche ist eine der härtesten. Und der Weg dahin erst recht. Die Fachhochschulreife muss mindestens vorliegen und um sich auf den rund 85 Schulen in Deutschland zu bewerben braucht man eine Mappe, die nur so vor Kreativität strotzt. Dort kommen Collagen, Entwürfe und Zeichnungen hinein. Ohne zeichnerisches Talent kommt man nicht weit und ohne Geld auch nicht, denn die Ausbildung muss bezahlt werden. Dazu kommen noch die Materialkosten. Wird die Mappe für gut genug befunden wird man zu einem Eignungstest eingeladen, der über mehrere Tage gehen kann. Dabei werden Dinge wie Farbenlehre, Nähen und Zeichnen sowie relevantes aus der Geschichte der Mode geprüft. Ein persönliches Gespräch rundet den Aufnahmetest ab, den nur rund zehn Prozent der Bewerber bestehen. Punkten kann man mit einem Praktikum, das man vor der Bewerbung abgeschlossen hat.

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Während der Ausbildung geht es – je nach Schule – schon recht früh zur Sache, denn viele Schulen arbeiten für und mit Agenturen, Messen und Firmen und entwerfen und schneidern Mode für verschiedene Anlässe. Das Material dafür zahlen die Studenten meist selbst und arbeiten Tag und Nacht an ihren Entwürfen. Privatleben ist schwierig, vor allem für diejenigen, die auf Nebenjobs angewiesen sind, um das Studium zu finanzieren. Auslandsaufenthalte sind hier keine Kür sondern schon fast Pflicht, denn die Modebranche ist schließlich international. Dem Druck des Studiums halten viele nicht stand und steigen frühzeitig aus. Doch wer das nötige Talent und Durchhaltevermögen hat, kann es weit bringen und zukünftig für große Label oder die High Society Kleider entwerfen. Die besten ihres Studiengangs dürfen außerdem auf der Fashion Week in London ihre Abschlusskollektion präsentieren.

 

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