Im Laufe der nächsten Woche kommt in allen Bundesländern die sogenannte Maskenpflicht. Auch in Bayern gilt sie ab Montag, 27. April. Damit wird der Mund-Nasen-Schutz in Geschäften sowie dem öffentlichen Nahverkehr für alle Personen ab sieben Jahren verpflichtend. Die Maske soll verhindern, dass Tröpfchen beim Niesen, Husten oder Sprechen an andere Personen gelangen, um so die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen und sich gegenseitig vor der Infektion zu schützen. Doch welche Masken sind erlaubt? Woher bekomme ich eine Maske und wie kann ich mir Masken selbst nähen? Unsere ganz persönlichen Tipps und Pflegehinweise auf einen Blick: 

Welche Masken sind erlaubt?

Die Rede ist häufig von einfachen Masken, “Community-Masken” oder “Alltagsmasken”. Mund und Nase müssen verdeckt sein, daher empfehlen sich die Behelfsmasken, aber auch entsprechend getragene Schals und Halstücher sind denkbar. Derzeit dringend benötigte medizinische Masken sollten nicht abgegriffen werden!

Woher bekomme ich eine Maske?

Schneidereien, eine Vielzahl an Bekleidungsherstellern oder Trachtenanbietern produzieren nun Mund-Nasen-Schutz. Häufig werden diese auch über entsprechende Instagram Accounts vertrieben. Am besten fragst du aber ganz nach dem Motto #supportyourlocals bei ortsansässigen Unternehmen – wie der Schneiderei um die Ecke – nach. Entsprechende Angebote werden häufig auch in Corona-Hilfsgruppen auf Facebook veröffentlicht. Oder aber du nähst dir ganz leicht deine Maske selbst!

Masken selbst nähen – so gehts:  

Für deine selbst angefertigte Maske musst du keine begnadete Näherin sein! Wenn du grob mit einer Nähmaschine umgehen kannst, benötigst du für deine erste Maske maximal 30min, mit jeder weiteren wirst du schneller. 

1. Du benötigst 2 Stoffreste: den sichtbaren, größeren (25x19cm) und einen kleineren für innen (19x19cm). Den kleineren Stoff platzierst du mittig auf dem größeren, sodass an jeder Seite 3cm vom größeren Stoff übrig bleiben. Hierbei liegen die Vorderseite der Stoffe aneinander

2. Mit einer geraden Naht vernähst du die Stoffe oben und unten und drehst anschließend die Innenseiten nach außen. Nachdem du über den Stoff gebügelt hast, wird jeweils oben und unten 1 cm vom Rand entfernt eine weitere gerade Naht gesetzt.
Tipp: Naht verschließen! Das heißt am Anfang jeder Naht vorwärts-rückwärts-vorwärts nähen.

3. Durch den entstandenen Schlitz zwischen Stoffrand und gesetzter Naht wird nun der Nasenbügel (15 cm Draht) gezogen

4. Die Maske nun zur Hälfte falten und darüber bügeln, um eine Bügelfalte zu erhalten. Anschließend klappst du sie auseinander und faltest von oben und unten noch einmal zur Mitte. Hier ebenfalls darüber bügeln, sodass du drei Bügelfalten hast als Vorlage für die Faltung.

5. Nun nimmst du die Bügelfalten nacheinander in die Hand und faltest sie etwas nach unten, sodass die Falten also vom Nasenbügel ausgehend nach unten zeigen. Links und rechts feststecken und darüber bügeln. Als Nächstes fixierst du die Falten durch jeweils eine gerade Naht am linken und rechten Rand des kleineren Stoffes.
Tipp: Nähe hier in Richtung der Falten, dann bleiben sie ordentlich und klappen nicht durch das Nähen nach oben.

 

6. Die Seiten links und rechts werden nun jeweils 2x eingeschlagen und festgesteckt. Auch hier setzt du wieder eine gerade Naht. So entsteht der Schlitz für die Gummibänder, mit denen die Maske am Ohr befestigt wird. Du fädelst nun also ein etwa 25 cm langes Gummiband durch, verknotest es und versteckst den Knoten anschließend zwischen dem Stoff.
Tipp: Wenn du dir beim Einfädeln schwertust, kannst du auch einen Strohhalm in den Stoffspalt stecken, dadurch ganz leicht das Gummiband fädeln und den Strohhalm wieder herausnehmen.

Und schon ist deine selbst genähte Maske fertig. Beim Aufsetzen solltest du darauf achten, den Nasenbügel an deine Nase anzudrücken. Gerade bei Brillenträger ist dies notwendig, um zu verhindern, dass die Brille beim Atmen beschlägt. Durch die Behelfsmasken schützen wir vor allem unsere Mitmenschen. Tragen aber in Geschäften und dem Nahverkehr alle Menschen eine Maske, ist man so auch selbst vor einer Infektion geschützt.

Hygienestandards wie gründliches Hände waschen und Einhalten des Sicherheitsabstands werden dadurch natürlich nicht ersetzt! Die Maske sollte gewechselt werden, wenn sie feucht wird – dabei darauf achten, den Stoff nicht anzufassen. Außerdem nach dem Tragen bei mindestens 60° waschen, denn eine schlecht/zu wenig gereinigte Maske wird schnell zur Bazillenschleuder.

Wir hoffen wir konnten dich inspirieren, die Zeit am Wochenende vielleicht einmal dafür zu nutzen deine Masken selbst zu nähen. Viel Erfolg und vor allem Spaß beim Nähen wünscht dein Gebrüder Götz Team!

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