An diesem heißen Sonntag widmen wir uns der Stoffkunde . Allerdings kann man mit dem Thema ganze Bücher füllen, deshalb zunächst ein kleiner Überblick.

Wolle

Am bedeutendsten ist die Baumwolle. Wussten Sie, dass Baumwolle aus den Samenfäden der Baumwollpflanze gewonnen wird und daher aus Zellulose besteht? Diese lässt sich für ganz unterschiedliche Zwecke verwenden, vom T-Shirt über Socken bis hin zur Bettwäsche. Hingegen besteht Wolle aus der Faser vom Fell des Schafes. Die Bezeichnung Wolle darf übrigens auch ein Gemisch aus Fasern wie Alpaka (vom Kamel), Lama-Wolle, Kaschmir (von der Kaschmir-Ziege) oder ähnlichen Tierhaaren sein. Trotzdem macht Wolle nur ca. 5% der Weltproduktion an Textilfasern aus, denn Produkte aus reiner Wolle und zusätzlich vielleicht noch von selteneren Tierarten sind teurer. Exklusive Unternehmen benutzen sogar nur Wolle von ganz bestimmten Schafrassen, die ausschließlich in Australien vorzufinden sind, und weben diese mit speziellen Techniken. Und wer träumt im Winter nicht von einem kuscheligen und flauschigen Kaschmirpullover?

Die älteste Textilpflanze der Welt ist Leinen, das aus der Flachspflanze hergestellt wird. Es hat nach wie vor große Bedeutung, gerade als leichter Stoff für den Sommer. Und dann gibt es noch Seide. Seide ist einfach nur toll! Sie gehört zu den schönsten, teuersten aber auch empfindlichsten Materialien. Aus dem Kokon der Larve des Seidenspinners gewonnen ähnelt Seide im organischen Aufbau der menschlichen Haut und gibt so dieses schöne Tragegefühl. Liebe Männer, einfach einmal ihre Krawatten genauer anschauen – diese sind normalerweise aus 100% Seide!

Chemiefasern, wie Viskose oder Polyester, werden heutzutage auch verstärkt in der Modeindustrie eingesetzt und auch hier gibt es unzählige Arten und Mischungen.

So gibt es für jede Einsatzmöglichkeit den perfekten Stoff, achten Sie einfach mal auf das Etikett!

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