O‘ zapft is! Moagn is es soweid un di Wiesn geht in Minga in de 178. Rund. Wie meinen? Bahnhof?! Falls Sie, besonders als Nichtbayer, auch auf das Oktoberfest wollen ist es wichtig, dass Sie ein paar Dinge wissen und vor allem verstehen. Damit Sie bestens vorbereitet sind und nicht als Preiß bezeichnet werden, habe ich Ihnen die wichtigsten und gängigsten Ausdrücke zusammengetragen

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Bayerisch (n.)Deutsch

biddscheen (n.)bitteschön

Deandl, Dirndl (n.)Mädchen. Letzterer Begriff kann auch eine Bezeichnungfür ein Trachtenkleid sein; Beispiel: „Host des fesche Deandl im Dirndlg’seng?“

deia (adj)teuer; Beispiel: „As Wiesn-Bier is heier oba wiedadeia.“

Eha! (in.)Ausruf des Erstaunens, vielseitig einsetzbar.

Eigschnappter (n.)Beleidigter Mensch; siehe auch Lebawurst

Erdäpfe (n.)Kartoffeln, wörtlich „Erdäpfel“; werden imberühmten bayerischen Kartoffelsalat verarbeitet; Beispiel: „Do ess ma an Erdäpfesalood.“

Fetzngaudi (n.)Gesteigerte Form von „Gaudi“, Heidenspaß.Beispiel: „Auf da Wiesn herrscht a Fetzngaudi.“

Freind (n.)Freund, Kumpel; siehe „Spezi“

Fuchzga (n.)Fünfzigeuroschein, auch im übertragenen Sinne;Beispiel: „Du foischa Fuchzga.“

Gaudi (n.)Ausgelassenheit, Spaß. (s. a. Fetzngaudi); Beispiel:“Mei, hom mira Gaudi.“

Grisinagott (n.)Grüßgott

Guadnamd (n.)Guten Abend

Harrgoddsa (adj)Herrgott nochmal

Heisl (n.)Klo; Beispiel: „I geh amoi auf’s Heisl.

Helles (n.)Bezeichnung für die meistgetrunkene Art bayerischenBieres. „A Helles, bittschön!“ ist der Ruf nach einem süffigen Bier

Hendl (n.)gegrilltes Huhn; in Niederbayern auch“Giggerl“, auf dem Oktoberfest in Form des „Wiesn-Hendls“

hi (adj)kaputt

hoam (adj)heim

Hoggableiba (n.)Sitzenbleiber, Gast der nicht heimgehen will. Sprichwort:“Do hogga di do, di do oiwa do hogga.“ (Dort sitzen diejenigen, die dort immer sitzen.)

Hoiwe (n.)Die „Halbe“, 1/2 Liter Bier; Beispiel:“Drink ma no a Hoiwe?“

Ja mei (in.)wörtlich zu übersetzen; bedeutsam ist hier die Betonung: ein kurz gesprochenes „ja mei“ bedeutet wenig Interesse an der Sache, ein gedehntes „ja mei“ mit steigender Stimmhöhe schon erfreutes Erstaunen und ein seufzendes „ja mei“ höchste Anteilnahme.

jodeln (Vb.)kunstvolles, falsettartiges Singen in Tonsilben, wirdauf dem Oktoberfest von vielen wenig begabten Jodlern versucht. Beispiel:“Holleiduljö – duljö – duljö – holleridriodrio“, berühmt durch denKönigsjodler und Loriots „Jodeldiplom“. Angeblich lernt man auch als Preiß das Jodeln, wenn man die folgenden Worte endlos singend wiederholt: „Hola Rührei, hol a Radio.“

Lebawurscht, beleidigte (n.)Bezeichnung für einen eingeschnappten Menschen;Beispiel: „Spuist wieda moi beleidigte Lebawurscht?“; ansonsteneinfach die mit Leber gefüllte Wurst

Lewakaas (n.)Leberkäse, bayerische Metzgerei-Spezialität, enthältweder Leber noch Käse sondern bis heute ungeklärte Zutaten. Oft auch auf der Semmel („Lewakaassemme“)

Namidog (n.)Nachmittag, im allgemeinen die Zeit nach 13.00 Uhr.Beispiel: „Treff ma und heid Namidog.“

neamd (ind.pron.)niemand

neibacha (adj)frisch gebacken, auf dem Oktoberfest besonders die Wiesnbrezn: „Sind diese Brezeln denn auch frisch? – Jo freili. Die son die neibocha, wos glaubst na du, du Preiß?“

Nosnramme (n.)Nasenpopel, die dazugehörige Tätigkeit(„nosnboan“) wird auch in Bayern nicht gerne gesehen

ozapfa (Vb.)Ein Bierfass anstechen. Das Oktoberfest beginnt jedesJahr mit dem feierlichen Anstich eines Bierfasses im Schottenhamel-Zelt. Der Münchner Oberbürgermeister muss den Zapfhahn mit möglichst wenig Schlägen ins Fass treiben und ruft dann „O’zapft is!“ („Es ist angezapft!“). Durch zwölf Böllerschüsse wird allen Wirten signalisiert, dass sie nun mit dem Ausschank beginnen dürfen

Quartl (n.)Viertelliter Bier. Wird auf dem Oktoberfest alslächerlich missachtet

Schmarrn (n.)Unsinn, Blödsinn; übertragen auch Mehlspeise(„Kaiserschmarrn“).

Manch böse Zungen behaupten ja, der Bayer spitzt seinen Mund höchstens zum Trinken und zum Bussln, nicht aber um ein „ü“ zu sprechen. Wozu auch? Wir haben das „i“, das „ai“, das „u“  und falls das alles immer noch nicht passt, ersetzen wir es einfach komplett durch ein bayrisches Wort. Trotzdem heißt es an dieser Stelle: üben, üben, üben! Denn es heißt ja „Ohne Fleiß, ein Preiß“! Und dann bin ich mir auch sicher: Des wird a Moadsgaudi!

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