…komm ganz schnell in unser Haus. Hab so viel an dich gedacht. Hast mir doch was mitgebracht?

Jedes Jahr zum 06. Dezember putzen Millionen Kinder in Deutschland freiwillig ihre Schuhe. Sie hoffen, dass der Nikolaus ihnen dann in der Nacht Geschenke bringt. Doch wer ist eigentliche dieser Nikolaus? Dabei ist über den Heiligen nur sehr wenig bekannt. Wir beantworten einige Fragen rund um den Nikolaustag am 06. Dezember.

Wer war Nikolaus?

Ja es gab ihn wirklich! Kaum ein anderer ist so populär wie Nikolaus. In der katholischen Kirche wird er häufig als „Nothelfer“ angerufen. Orthodoxe Christen bezeichnen ihn als „Wundertäter“. Vor über 1.600 Jahren lebt er in der Hafenstadt Myra am Mittelmeer, in der heutigen Türkei. Er war das kirchliche Oberhaupt der Stadt und soll ein sehr reicher Mann gewesen sein. Weil er in seinem Leben viel Gutes für die Menschen getan hat, wurde Nikolaus nach seinem Tod an einem 6. Dezember heilig gesprochen. Man konnte ihn an seiner Bischofsmütze, der sogenannten Mitra, seinem großen, weiten Mantel und einem Bischofsstab erkennen.

Was macht ihn zur Legende?

Über den heiligen Nikolaus werden viele Geschichten erzählt. So richtig weiß aber niemand, wie es zu der Tradition gekommen ist, dass wir am Vorabend des Nikolaustages unsere Stiefel vor die Tür stellen. Doch eine der bekanntesten Legenden ist die eines armen Mannes, der seine drei Töchter zur Prostitution auf die Straße schicken wollte, um die Familie ernähren zu können. Nikolaus wollte das Überleben der Familie auf andere Weise sichern. Er soll drei Klumpen Gold durch das Fenster geworfen haben, wo sie direkt in die zum Trocknen aufgehängten Socken gefallen seien.

Was verbindet Nikolaus mit Geschenken?

Er zählt als Schutzpatron der Kinder. Bereits im Mittelalter entwickelte sich der Brauch, dass ein als Nikolaus verkleideter Mann Familien besuchte, wobei er artige Kinder belohnte und unartige bestrafte. Dies überließ Nikolaus doch häufig seinem Begleiter. Je nach Region ist er als Knecht Ruprecht, Krampus oder Hans Muff bekannt. Ähnlich wie heute, mussten die Kinder Gedichte oder Gebete aufsagen, um ein Geschenk zu erhalten. Bis heute hält sich dennoch der Brauch, dass Nikolaus zu seinem Festtag am 6. Dezember die Socken und Schuhe mit Süßigkeiten und kleinen Gaben füllt.

Nikoläuse oder Nikolause?

Die wohl umstrittenste Frage zum 6. Dezember! Liest man im Duden nach, ist die Antwort ganz einfach: Nikoläuse. Denn er hat zwei große Nikoläuse geschenkt bekommen. Doch selten ist es auch erlaubt die volkstümliche Gestalten mit großer Mütze „Nikolause“ zu nennen. Es gibt also kein Falsch oder Richtig!

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Obwohl er ja eigentlich andere Kleidung trägt und an einem anderen Datum gefeiert wird, wird der Nikolaus häufig mit dem Weihnachtsmann verwechselt. Dieser bringt seine Geschenke erst am 24. Dezember. Während der Weihnachtsmann, oder auch „Santa Claus“, vor allem aus Amerika zu uns gekommen ist und oft in der Werbung dargestellt wird, gilt der Nikolaus als Heiliger der Kirche. Aus diesem Grund wurde in den vergangenen Jahren neben dem Weihnachtsmann ebenso Schoko-Nikoläuse mit Mitra und Bischofsstab als Alternative zur Mütze und Beutel verkauft. Denn Bischof-Nikolaus hat nichts mit der Geschenke-Industrie zu tun, sondern hat selbstlos Menschen in Not geholfen und steht für Uneigennützigkeit und Nächstenliebe.

Für andere da sein

Bischof Nikolaus hat damals sein Hab und Gut mit Kindern und Armen geteilt. Doch es geht nicht um den Wert der Geschenke, sondern viel mehr darum, dass wir uns darauf besinnen, für andere da zu sein.

Das gebrüder götz Team wünscht allen einen schönen Nikolaustag!

Einen Kommentar verfassen